Viele Broadcaster verwenden immer noch bandbasierte EB-Camcorder für die News-Akquisition. Nonlineare Schnittsysteme und Netzwerk-Server zählen heute zum Standard. Es bedarf viel Zeit die Bänder zur weiteren Verwendung zu „digitalisieren“, um erst dann filebasiert arbeiten zu können. Inzwischen ist aber der Wechsel hin zu bandlosen Aufnahmegeräten in vollem Gange, womit der Vorgang des Digitalisierens entfällt.
P2 bietet dafür unschlagbare Vorteile. Die bandlose Aufzeichnung auf die P2 Karte löst dieses Problem bereits von der Aufnahme an. P2 nutzt konsequent die Vorteile der IT-Technik und stellt die Files ohne weiteres „Digitalisieren“ sofort zur weiteren Bearbeitung zur Verfügung.
Neben diesen Vorteilen kann bei P2 ohne Unterbrechung der Aufnahme das Speichermedium jederzeit gewechselt werden. Zusätzliche Funktionen wie „Text Memo“ und „Shot Marker” bieten bereits während der Aufnahme zusätzlichen Komfort. Und mit dem P2Mobile steht im laufenden Produktionsbetrieb ein Gerät zur Verfügung, mit dem von der Vorschau eben gedrehter Szenen über das Erstellen von Schnittlisten bis hin zur Sendung ein bisher nicht gekannter Workflow möglich ist.
Die P2 Karte passt in jedes Notebook mit PCMCIA-Slot. Somit kann der gesamte Content direkt auf einen FTP-Server hochgeladen werden. Der direkte Zugriff in einem Netzwerk zum Editieren der Files ist damit möglich. Zudem ist die schnelle Übertragung der Daten über ein USB 2.0- bzw. IEEE 1394b-Interface für PC und Mac möglich.
Metadaten und Proxy Files bieten neue Möglichkeiten
Auf einer SD-Speicherkarte lassen sich die gewünschten Szenen im P2-Viewer mit weiteren Informationen (Metadaten) versehen, wie z.B. den Namen des Kameramanns, den Sendetitel, den Drehort sowie kurze Notizen. Diese Metadaten können dann gemeinsam mit dem Videofile auf einer SD-Karte abgespeichert und gemeinsam mit einem niedrig aufgelösten Videofile auf den Server gelegt werden. So lassen sich die unterschiedlichsten Informationen und das Originalmaterial anhand der Metadaten schnell auffinden.
Auch ein Archivsystem lässt sich schnell und einfach aufsetzen, indem die P2-Files auf einem Massenspeicher abgelegt werden, der in das Netzwerk eingebunden ist. Dafür ist die kostenlose P2 Content Management Software erhältlich, die die Datenorganisation wesentlich vereinfacht.
Mit dieser Kombination ist es leicht möglich, auf jedem gewöhnlichen PC anhand der Metadaten gewünschte Szenen zu finden und für das Editing auszuwählen. Schließlich lässt sich das System sowohl für den Sendebetrieb als auch für die Aufnahme der Proxy-Files nutzen. Gering aufgelöste Proxy-Files können schnell abgerufen und bearbeitet werden, noch bevor das Originalmaterial in voller Auflösung auf dem Server liegt. Diese Art von Workflow kann den gesamten Produktionsprozess erheblich beschleunigen.